SMG - SchülerInnenMitGestaltung

Informations- und Trainingsmodule für SchülerInnenvertreterInnen

Die Mitsprache von SchülerInnen am Schulleben als Demokratisierungsprozess ist in Österreich gesetzlich verankert, insbesondere seit der Novellierung des § 58 – Schülermitverwaltung des SchUG (Schulunterrichtsgesetz) 1996.

Jugendliche die in einer Schlange angestellt stehen

Zur Unterstützung der VertreterInnen der Klassensprecherinnen ("SchulsprecherInnen") in ihren Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechten im Schulalltag werden seit nunmehr über 10 Jahren spezielle Informations- und Trainingsmodule unter dem Titel "SMG – SchülerInnenMitGestaltung" angeboten. Aufgrund der Erfahrungen und des Bedarfs wurden die Module laufend adaptiert und erweitert.

Jugendlicher der Plastikkapsel mit Stimmzettel in eine Glasbox wirft

Im Rahmen des ALCUIN-AWARD 2009 schafften es die SMG-Module gemeinsam mit 5 weiteren internationalen Best-Practice-Beispielen in die Endausscheidung und schließlich auf Platz 2. Der ALCUIN-AWARD, benannt nach einem bedeutenden angelsächsischen Mönch, Schulgründer und Berater Karls des Großen, wird seit 1991 jährlich von der Europäischen Elternorganisation EPA mit 42 Mitgliedern aus 25 Staaten verliehen. Nominiert werden herausragende Modelle mit bildungspolitischem Hintergrund, Originalität, bestmöglicher Einbindung der Eltern und Modellcharakter für andere europäische Länder.

Zielgruppen

Die SchülerInnen-Module werden für die Sekundarstufe 1 angeboten, d.h. für SchulsprecherInnen und deren StellvertreterInnen der Hauptschule, Kooperativen Mittelschule, Wiener Mittelschule, Sonderschule, Polytechnischen Schule sowie seit dem Schuljahr 2005/2006 auch für die AHS-UnterstufensprecherInnen und deren Stellvertreterinnen.

Parallel zu den Schulungen für SchulsprecherInnen finden auch LehrerInnen-Module für jene LehrerInnen statt, die an den einzelnen APS-Standorten mit der SMG betraut sind und die SchülervertreterInnen in ihrer Arbeit unterstützen (sog. "Vertrauens-lehrerInnen").

Pro Schuljahr werden mit diesem österreichweit einzigartigen Angebot etwa 250 SchülerInnenvertreterInnen und 50 VertrauenslehrerInnen erreicht.

Module

In jedem Schuljahr finden für SchülerInnenvertreterInnen sowie VertrauenslehrerInnen je drei Module statt, ein Basis-, ein Themen- und ein Abschluss-Modul:

Das Basis-Modul für LehrerInnen findet im September an einem Nachmittag statt. Im Rahmen dieses Workshops steht die Unterstützung der SchülerInnenvertreterInnen und damit die positive Umsetzung von Schuldemokratie im Vordergrund. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch ist dabei besonders wichtig.

Für SchülerInnen findet das Basis-Modul im November vormittags an verschiedenen Orten statt (Büchereien, Schulen, Bezirksvorstehungen etc.), wobei meist mehrere Bezirke zusammengefasst sind. Die SchülerInnen werden vom Unterricht freigestellt. Inhalte des Basis-Moduls sind im Wesentlichen die Rechte und Pflichten sowie Möglichkeiten und Grenzen als SchulsprecherIn. Die SchülerInnen können dabei gegenseitig Erfahrungen austauschen und erhalten Tipps zur Bewältigung ihrer wichtigen und oft nicht leichten Aufgabe.

Das Themen-Modul für LehrerInnen wird im Oktober angeboten und befasst sich mit vertiefenden Inhalten für "fortgeschrittene" VertrauenslehrerInnen oder mit speziellen Themen wie beispielsweise Schulmediation.

Interessierte SchülerInnenvertreterInnen erfahren im Rahmen des Themen-Moduls an einem Nachmittag im Februar zum Bespiel, wie Schulevents oder Projekte geplant und umgesetzt werden können.

Im Frühjahr (meist April) findet ein Abschluss-Modul im Wiener Rathaus statt, zu dem alle SchulsprecherInnen und deren VertreterInnen sowie alle VertrauenslehrerInnen eingeladen sind. Dabei wird einen ganzen Vormittag lang anhand verschiedener kreativer und spielerischer Methoden und Settings der Verlauf der SMG reflektiert und es werden Zukunftsperspektiven aufgezeigt.

Institutioneller Hintergrund

Die Planung, Steuerung und Evaluierung der Module erfolgt in einem konstanten Arbeitskreis aus VertreterInnen der Stadt Wien, MA 13 - Fachbereich Jugend, des Stadtschulrats für Wien, des Landesverbandes Wien der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen, des Verbandes der Elternvereine an den Höheren und Mittleren Schulen Wiens, der VertrauenslehrerInnen sowie des Vereins wienXtra.

Durchgeführt werden die Module von multiprofessionellen Teams, bestehend aus geschulten MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendarbeit, LehrerInnen und ElternvertreterInnen.

Die Organisation der Module erfolgt durch den Verein wienXtra, Die Finanzierung des Projektes erfolgt primär aus Mitteln der Stadt Wien (MA 13) sowie durch Zuschüsse der Arbeiterkammer Wien und Sponsoring.

SMG Website

 

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